Hinweis: Bei den mit * gekennzeichnete Links handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen. Dies hilft mir, diese Website zu betreiben. Danke für deine Unterstützung!

Hier findest du nützliche Tipps und Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den St. Olavsweg.

Historisch wichtige Stabkirche in Ringebu
Blick auf die malerische Landschaft entlang des St. Olavswegs, umgeben von unberührter Natur, die die Naturverbundenheit des Olavswegs deutlich zeigt.
Innenausstattung einer gemütlichen Pilgerunterkunft auf dem Olavsweg.
Blick auf einen malerischen Sonnenuntergang direkt neben einem See, der die schönen Zeltplätze in Norwegen widerspiegelt.
Zusammenstellung aller notwendigen Dinge auf dem Pilgerweg.
Beispiel für die Selbstverpflegung auf dem Olavsweg.
Beispiel für die kulinarischen Erlebnisse auf dem St. Olavsweg.
Einzigartige Kirche in Dovre
Das Symbol des Olavswegs mit Richtungsangabe gibt eine eindeutige Wegweisung auf dem Pilgerweg.
Ein Beispiel vom Olavssymbol auf einem Stein aufgeprägt.
Ein reißender Fluss zieht sich durch die Waldgebiete
Ein Beispiel für ein Gapahuk, welches als Notunterkunft Schutz für Wanderer und Pilger bietet.
Ein Meilenstein mit dem Olavsweg zeigt wie viel Distanz noch vor einem liegt.
Der Steinhaufen auf dem Dovre-Fjell ist für viele ein bedeutender Punkt der Reise. Oft legen Pilger einen Stein ab um sich von Sünden erlösen zu lassen.
Eine Pilgerherberge von außen inmitten der Gebirgsregion Dovre.
Ein Beispiel für eine gut erhaltene Stabkirche aus Holz.
Die moderne Architektur dieser Kirche zeigt, dass Norwegen auch in heutigen Tagen noch religiös veranlagt ist.
Eine kleine Holzhütte dient als Unterkunft für Pilger auf einem Campingplatz.
Zeltplatz mit traumhafter Aussicht auf die unberührte Natur Norwegens.
Ein Beispiel für die unzähligen Holzhäusern in Norwegen.
Ein endlosscheinender Wegabschnitt über die unbesiedelten Regionen Norwegens.

Wie lange dauert der Olavsweg?

Der Olavsweg hat eine länge von 643km und je nach Lauftempo kann die gesamte Dauer dadurch variieren. Viele Pilger benötigen für die gesamte Strecke ca. 32 Tage bei einer durchschnittlichen Etappenlänge von 20km pro Tag. Die einzelnen Tagesetappen können jedoch auch deutlich länger oder kürzer ausfallen.

Kann ich auch nur Teile des Weges laufen?

Ja, viele Pilger laufen nur gewisse Passagen oder Etappen und nicht die gesamte Strecke. Meist werden dabei die ersten Etappen vom Ausgangspunkt in Oslo übersprungen.

Einige Pilger absolvieren über mehrere Jahre hinweg die gesamte Länge und Teilen sich die einzelnen Streckenabschnitte somit in kürzere Zeiteinheiten ein.

Wann ist die beste Reisezeit für den Pilgerweg?

Die Hauptwanderzeit auf dem Olavsweg liegt normalerweise zwischen Juni und September. In diesen Monaten sind die Tage länger, die Temperaturen milder und die Wanderwege in der Regel besser begehbar. Juni bis August gelten als Hochsaison, während September oft ruhiger ist.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Wetter in Norwegen variabel sein kann und während der Sommermonate immer noch Regen und kühle Temperaturen auftreten können. Im Frühling (Mai bis Juni) und Herbst (September bis Oktober) können Sie weniger Menschen begegnen und die Natur in ihren jeweiligen Jahreszeiten erleben. Die Wintermonate sind normalerweise nicht empfehlenswert für den Olavsweg aufgrund des kalten Wetters, Schnees und begrenzter Infrastruktur.

Normalerweise planst du deine Tagesetappen von einer Unterkunft zur nächsten. Wobei es sich hierbei nicht immer um eine Herberge handeln muss, sondern dies auch ein Campingplatz, oder ein schöner Ort in der Natur sein kann an dem du dein Zelt aufschlägst.

Wie plane ich meine Etappen?

Je nach dem wie flexibel du sein möchtest, kannst du die Etappenplanung im voraus durchführen und so deine definierten Tagesziele erreichen. Da es aber im voraus schwierig ist einzuschätzen, wie man sich nach mehreren Tagen laufen mit schwerem Gepäck fühlen wird ist, es unter Umständen empfehlenswert die Etappen spontaner und flexibler zu planen. Nicht jeder Tag ist gleich. Manchmal hat man viel Motivation und Energie, manchmal etwas weniger. Auch bei schmerzenden Füßen oder Rückenschmerzen ist es sinnvoll mal einen Tag Pause einzulegen, oder nur eine kleine Etappe zu laufen. So kannst du beispielsweise am jeweiligen morgen erst entscheiden wie weit du heute laufen willst, abhängig davon wie du dich fühlst.

Wie finde ich die nächste Unterkunft?

Hier hast du eine Vielzahl an Informationsquellen, die du dir zu Nutze machen kannst. Dein Reiseführer* enthält eine Auflistung mit Unterkunftsmöglichkeiten, welche dir auf den jeweiligen Etappen begegnen werden.

In den Pilgerzentren erhältst du i.d.R. eine Karte oder Übersicht mit Unterkunftsmöglichkeiten für die nächsten Streckenabschnitte.

Die Webseite pilegrimsleden.no/en/kart (Englisch) zeigt dir viele Unterkunftsmöglichkeiten auf dem St. Olavsweg an.

Zelten? Auf Google Maps, oder einer physische Karte (auch im Reiseführer enthalten) kannst du potenziell schöne Orte in der Natur ausfindig machen. Ist es nicht traumhaft morgens bei Sonnenaufgang den Blick auf einen See oder Fluss zu genießen, umgeben von nichts anderem als Mutternatur?

Welche Ausrüstung brauche ich?

Hier findest du eine vollständige Packliste mit Dingen, welche du für deine Reise mitbringen solltest.

Wie verpflegt man sich unterwegs?

Unterwegs begegnen dir immer wieder Möglichkeiten um lokale Köstlichkeiten in Restaurants, Cafés oder einer Raststätte genießen zu können. Manche Pilgerunterkünfte bieten auch den Service für dich ein Abendessen oder Frühstück zuzubereiten. Oftmals gibt es auch Snacks und kleinere Speisen, welche man sich an Pilgerunterkünften für wenig Geld selbst zubereiten kann.

Nichtsdestotrotz solltest du deine Route so planen, dass du regelmäßig an Einkaufsmöglichkeiten vorbeikommst, um deinen Proviant auffüllen zu können. Schaue immer wann die nächste Einkaufsmöglichkeit kommen wird und entscheide so, wie viel Essen du für die jeweilige Etappe(n) einkaufen musst. Grundsätzlich empfiehlt es sich immer Essen für mindestens 2 Tage einzukaufen, je nach Streckenabschnitt. Bei der Überquerung des Dovrefjells solltest du allerdings Essen für 4-5 Tage mitbringen, denn im Hochgebirge gibt es quasi keine Einkaufsmöglichkeiten. Den letzten Supermarkt vor dem Fjell findest du in Dovre.

Außerdem ist es ratsam immer einen Notfallproviant dabeizuhaben, falls man es nicht mehr zur nächsten Einkaufmöglichkeit schafft, oder diese, aufgrund von Sonn-/Feiertag, etc. geschlossen ist. Hierfür eignen sich ideal die Notfallrationen* von „REAL Turmat“, denn diese bieten dir eine leckere und vollwertige Mahlzeit mit ausreichend Nährstoffen, Kohlenhydrate und Proteinen. Zudem sind sie extrem leicht und benötigen nur wenig Platz im Rucksack.

Wie bereite ich mich auf den Olavsweg vor?

Sehe hierzu den Abschnitt „Vorbereitung„.

Wie kann ich mich unterwegs orientieren?

Überall auf dem Weg findest du das Olavszeichen, welches dir signalisiert, dass du dich auf dem richtigen Weg befindest. Insgesamt ist der Weg relativ gut ausgeschildert und man kann sich i.d.R. darauf verlassen, dennoch kann es vorkommen, dass man ein Zeichen übersieht, oder es nicht mehr erkennbar ist. Aus diesem Grund solltest du immer eine Karte mit dir führen bzw. ein GPS-fähiges Mobiltelefon. So kennst du immer deinen aktuellen Standort und kannst auf den Weg zurückkehren, wenn du einmal davon abgewichen bist.

Im Reiseführer* steht ein GPX-Track zum Download zur Verfügung. Lade dir in deinem Appstore einen kostenlosen GPX-Viewer auf dein Smartphone und spiele den GPX-Track ein. So siehst du auf der mobilen Karte wo der eigentliche Weg verläuft und wo sich deine aktuelle Position befindet. Dies ist besonders hilfreich, wenn du dich verlaufen haben solltest und nicht weißt, wie du wieder auf den Weg zurückkommst.

Außerdem kannst du auch andere Passanten bzw. Wanderer fragen, falls du dir nicht sicher bist wo es weitergeht. Die Norweger sind ein unglaublich hilfsbereites Volk und helfen dir gerne weiter den richtigen Weg zu finden. Ortsansässige wissen normalerweise wo sich der Pfad befindet, denn Sie kennen Ihre eigene Umgebung am besten. Nutze doch diese Gelegenheit, um ein nettes Gespräch mit den Locals zu beginnen! Diese sind in der Regel sehr interessiert an Pilgern und freuen sich, dass du dort bist.

Wo kann ich meine Wasserflasche auffüllen?

Neben Pilgerunterkünften und Gasthäusern kannst du deinen Wasservorrat auch in Dörfern und Städten nachfüllen. Oftmals bieten auch Kirchen bzw. deren Friedhöfe die Möglichkeit Wasser zu bekommen. Norwegen beheimatet eine Vielzahl an natürlichen Wasservorkommen, darunter Bäche, Flüsse Seen, Berg- und Gletscherwasser. Aus den meisten Gewässern kannst du trinken, da die Wasserqualität von hoher Güte ist. Fließendes Gewässer ist jedoch immer stehendem Gewässer vorzuziehen. Um sicherzugehen, dass du das Wasser bedenkenlos trinken kannst verwende am besten einen Wasserfilter bzw. eine Flasche mit Filtereinsatz*.

Was ist ein Gapahuk?

Eine Gapahuk ist eine Art norwegischer Unterstand oder Schutzhütte, die typischerweise in den Wäldern oder entlang der Wanderwege zu finden ist. Sie besteht normalerweise aus einem einfachen Dach und bietet Schutz vor Regen, Wind und Sonne. Gapahuk’s sind oft frei zugänglich und dienen Wanderern, Pilgern und anderen Outdoor-Enthusiasten als Rastplatz oder Übernachtungsmöglichkeit. Sie sind ein integraler Bestandteil der norwegischen Natur- und Wanderkultur und bieten eine willkommene Gelegenheit zum Ausruhen und Genießen der umliegenden Landschaft. Häufig ist daneben auch eine Feuerstelle zu finden und/oder weitere Sitzgelegenheiten.

Gibt es eine Ost- und Westroute?

Der Olavsweg (Gudbrandsdalsleden) beginnt in Oslo an den Ruinen der St. Hallvard-Kathedrale. Kurz nach dem Start teilt sich der Weg in eine westliche und östliche Route, die sich wieder in Lillehammer treffen. Die Wahl der Route hängt von der bevorzugten Geschichte und dem kulturellen Erbe ab. Die westliche Route führt durch den Wald Krokskogen und die Region Hadeland, während die östliche Route durch Groruddalen, Eidsvoll und die Stange-Region führt. Die westliche Route bietet Besuche von St. Olavs Geburtsort Bønsnes und den Schwesterkirchen von Granavollen. Die östliche Route führt nach Eidsvoll, durch Wälder, landwirtschaftliche Gebiete und zu den Ruinen des Hamardomen in Hamar. Die Ostroute wird eher als der traditionellere Weg angesehen. Es ist möglich, beide Routen zu kombinieren und mit dem Skibladner, dem ältesten aktiven Dampfschiff der Welt, über den Mjøsasee zu fahren.

Wo bekomme ich meinen Pilgerpass?

Den Pilgerpass erhältst du in jedem Pilgerzentrum. Es gibt noch weitere Anlaufstellen unterwegs, auf denen der Pass erworben werden kann, bzw. auch online. Am besten jedoch holst du dir den Pass im Pilgerzentrum in Oslo, bevor du deine Reise startest. Dort erhältst au auch zusätzliche Informationen und weiteres Material. Das freundliche Personal wird dir vor Ort auch noch deine letzten Fragen beantworten können, damit du dich guten Gewissens auf den Weg machen können. Eine Klarsichtfolie oder Hülle, zum Schutz des Pilgerpasses, ist zu empfehlen.

Was ist der Olavsbrief?

Der Olavsbrief ist eine Urkunde, die du erhältst, wenn du den Olavsweg erfolgreich begangen hast. Du musst dabei mindestens die letzten 100km zum Nidarosdom in Trondheim bewältigt haben, um den Brief zu erhalten. Dein Pilgerpass mit den eingetragenen Stempeln dient dabei als Dokumentation, dass du tatsächlich die Zwischenstationen erreicht hast. Du erhältst den Olavsbrief im Pilgercenter in Trondheim, welches sich hinter dem Dom befindet.

Zusammen mit dem Pilgerpass dient er als ein tolles Erinnerungsstück. Die Urkunde eignet sich auch wunderbar um sie zuhause mit einem Rahmen an der Wand aufzuhängen.

Wo bekomme ich einen Stempel?

Du erhältst die Stempel meistens von den Kirchen, an denen du unterwegs vorbeikommst. Manchmal ist jemand dort und wird dir den Stempel in deinen Pilgerpass eintragen. Häufig bietet man dir dann auch noch eine Tasse Kaffee/Tee an oder ein kleines Gebäck. Dies ist doch eine sehr schöne Gelegenheit um sich mit den Einheimischen auszutauschen und ein interessantes Gespräch zu führen! Sollte gerade niemand dort sein und die Kirche ist geschlossen, so gibt es meistens eine Box in der du dir den Stempel selbst eintragen kannst. Meistens ist eine Telefonnummer an den Kirchen hinterlegt, die dir auf Anfrage die Tore außerhalb der Öffnungszeiten öffnet, damit du die Kirche besichtigen kannst.

Des Weiteren erhältst du einen Stempel meist auch bei den Pilgerunterkünften und selbstverständlich auch in jedem Pilgercenter.

Wie hoch ist der Standard der Pilgerunterkünfte?

Das Niveau der Pilgerunterkünfte kann sehr stark variieren und demnach auch die Preise. Entscheidest du dich für eine klassische Pilgerunterkunft mit Eigenverpflegung, so ist der Standard meistens relativ einfach, jedoch immer sauber. Häufig sind die Schlafräume Mehrbettzimmer, jedoch nicht immer. Auch die Qualität von Hostels, Campingplätzen und Hotels kann variieren. Insgesamt kann man für eine Übernachtung mit Kosten von ca. 100-400 NOK rechnen. Bei Hotels liegt der Preis etwas höher.

Viele Unterkünfte bieten die Möglichkeit ein mitgebrachtes Zelt aufzustellen. Somit kannst du die sanitären Anlagen und die Gemeinschaftsbereiche (insofern vorhanden) mitbenutzen für ein geringeres Budget.

Muss ich die Unterkünfte vorab reservieren?

Je nach Reisezeit kann es sinnvoll sein sich vorab an einer Unterkunft anzumelden. Oftmals sind die Pilgerunterkünfte relativ klein und haben nicht viele Schlafplätze. Ein Zelt erlaubt es dir überall relativ flexibel deine eigene Unterkunft zu errichten. Wenn du dich außerhalb der Hauptmonate bewegst, dann ist die Lage deutlich entspannter und eine Reservierung nicht immer notwendig. Beachte, dass das Pilgercenter in Trondheim meistens schon mehrere Tage (oftmals über einer Woche) im voraus ausgebucht ist!

Kann ich in Norwegen überall zelten?

In Norwegen erlaubt das „Jedermannsrecht“ das Zelten in der Natur fast überall, solange bestimmte Regeln beachtet werden. Man darf auf nicht kultiviertem Land wie Wäldern und Bergen zelten, jedoch mindestens 150 Meter von bewohnten Häusern entfernt. Ohne Erlaubnis des Landbesitzers ist das Zelten bis zu zwei Nächte an einem Ort erlaubt, für längere Aufenthalte ist die Zustimmung erforderlich. In Naturschutzgebieten können besondere Regeln gelten.

Es ist selbstverständlich, dass man keinen Müll hinterlassen soll und die Orte so verlässt, wie man sie vorgefunden hat.

Jakobsweg vs. Olavsweg: Welcher Pilgerweg ist anstrengender?

Der Olavsweg ist tendenziell körperlich anstrengender aufgrund des anspruchsvollen Terrains und der geringeren Infrastruktur. Er erfordert eine gute körperliche Kondition und Vorbereitung, insbesondere für die langen, abgelegenen Etappen durch unwegsames Gelände. Zum Teil muss mehr Verpflegung mitgetragen werden, da es nicht so viele Einkaufsmöglichkeiten und Unterkünfte gibt wie auf dem Jakobsweg.